Das Handwerk
Fast vergessene Handwerkskunst
Das Lederhandwerk wird im Allgemeinen in drei Berufsfelder aufgeteilt:
Die Reitsportsattler, Fahrzeugsattler sowie die Feintäschner, Feinsattler und Säckler. Was die Fahrzeug- oder Reitsportsattler machen ist den meisten bekannt. Wenn ich jedoch erzähle, dass ich gelernte Feintäschnerin bin, dann ist die häufigste Reaktion darauf ein verwirrter Blick.
Dabei kann man sich das Tätigkeitsfeld des Feintäschners sehr leicht herleiten:
„Feintäschner“ kommt von „feine Taschen“ und wurde früher auch Portefeuiller genannt. Sie stellen sämtliche Kleinlederwaren her – von Accessoires über Geldbeutel und Gürtel, bis hin zu Handtaschen oder Aktentaschen in jeglicher Variation.
Leider ist dieses Handwerk mit seiner langen Tradition fast in Vergessenheit geraten, seit die Lederwarenherstellung in den 1960/70er Jahren zunehmend ins Ausland verlagert wurde. Umso mehr weiß ich es zu schätzen, dieses Handwerk tagtäglich ausüben zu dürfen und damit dem Slogan „Handmade in Germany“ wieder eine Bedeutung zu geben.













